Bauphysik-Seminar in Zentrum Holz

Mit mehr als 60 Teilnehmern war die Veranstaltung ausgebucht. Hervorragenden Referenten behandelte das Thema Bauphysik in Olsberg mit dem Schwerpunkt Schallschutz und Feuchteschutz. Ergänzt wurde das Seminar mit Informationen über VOC-Emissionen aus holzbasierenden Baumaterialien. Im Rahmen  einer Partnerverbundschulung mit dem Schalldämmspezialisten REGUPOL, wurden in den Pausen praktische Vorführungen und Informationen angeboten. Das Gesamtkonzept kam bei den Teilnehmern außergewöhnlich gut an.

Zu Beginn ging Fachberaterin für den Holzbau, Dipl.-Ing. Annette Clauß, auf den Feuchteschutz im Holzbau ein. An praktischen Beispielen zeigte Sie auf, was bei der grundsätzlichen Planung von Holzgebäude beachtet werden muss. Gleich direkt zum negativen Beispiel wurden die Verbesserungsmöglichkeiten und korrekten Umsetzungen vorgestellt. Da einige Architekten und Ingenieure unter den Teilnehmern waren, die noch nicht so viel Erfahrungen mit dem Holzbau haben, kamen diese konkreten Hinweise besonders gut an.

Zum Schwerpunkt Schallschutz im Holzbau referierte Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Adrian Blödt. In zwei Blöcken über zweieinhalb Stunden wurde zunächst auf die Grundlagen und Neuerungen der DIN 4109 eingegangen. Nach der Mittagspause stellte der Referent aktuelle und konstruktive Beispiele vor, die sofort in die Baupraxis einfließen können. In der Mittagspause konnten sich die Teilnehmer – neben kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region-Diskussionen und Demonstrationen zum Schallschutz und Schallpegelmessungen auf dem Stand von BSW (Berleburger Schaumstoffwerke) zuwenden. Das kam besonders gut an. Denn in dieser ungezwungen und lockeren Atmosphäre konnte sich jeder Teilnehmer – passiv oder aktiv-  zum Thema „Schallschutz“ weiter informieren. Dadurch, dass man am Infostand regelrecht in die Holzbaudetails „reinkriechen“ konnte und im wahrsten Sinne begreifen konnte, worauf es genau ankommt und mit neuen Informationen zum REGUPOL-Sortiment gespickt  war das Interesse sehr groß. Nur mit großer Mühe konnte der geplante Zeitplan für diesen passiven/aktiven Block gehalten werden.

Zum Schluss der  Vorträge ging es um den aktuellen Stand der VOC-Debatte. Karl-Heinz Weinisch, vom Institut für Qualitätsmanagement und Umwelthygiene (IQUH) aus Weikersheim, trug dieses „trockene“ Thema in der Nachmittagsstunden sehr anschaulich vor. Ob das eine vortragsbegleitende CO2-Luftkonzentrationsmessung im Vortragsraum oder zahlreiche Proben von Baumaterialien war. Der sofortige Bezug zur Verantwortung und zum Verhalten als Unternehmer oder baulicher Verantwortlicher wurde sofort eingeleitet. Dabei kann festgestellt werden, dass sich der Holzbau in der Regel keine Sorgen machen muss, wenn Grenzwerte überprüft werden sollen. In den meisten Fällen muss dabei festgestellt werden, das Messungen und deren Ergebnisse fast ausschließlich nicht mit der mit notwendigen Sorgfalt und Sensibilität durchgeführt wurden und damit falsch oder wenigstens stark verfälscht sind. Um ein korrektes Baustellenmessergebnis zu erhalten, müssen aufwendige und sehr sorgfältige Vorbereitungen getroffen. Die Messinstrumente sind so sensibel, das eine z.B. vorher im Raum gegessene Orange, eine gerauchte Zigarette oder eine unsaubere Trennung zu einer Nachbarbaustelle zu völlig anderen Messergebnissen führen wird und vor Gericht eigentlich nicht mehr verwertet werden kann.

Die Bewertung der Teilnehmer für diese Veranstaltung durch die Teilnehmer war sehr gut. Einer der besten Bewertung überhaupt.

Fazit: So machen Seminarveranstaltungen Spaß und sollten als mustergültiges Vorbild dienen. In einem kurzweiligen Mix aus unterschiedlichen Themen und Referenten und professionellen, unaufdringlichen Information durch REGUPOL als Rahmen, wurden wichtige Informationen gegeben, die sofort 1:1 in die Baupraxis übernommen werden können. Das war Spitze! Weiter so.